Nachricht · 30. Juli 2021
Mireia Mollà setzt auf aufbereitetes Wasser zur Vorbeugung und Bekämpfung von Bränden
Regionalministerin Mireia Mollà besucht die ersten Wasserwerfer von GUARDIAN und unterstützt aufbereitetes Wasser aus Kläranlagen für die Brandvorbeugung.

- Das Regionalministerium hebt den Zusammenhang zwischen diesem Pilotvorhaben und dem Ziel hervor, 100 % des Abwassers wiederzuverwerten.
- Die Regionalministerin für den ökologischen Wandel kündigt ein Kooperationsprogramm mit der EPSAR an, um geklärtes Wasser zum Befüllen der Löschwasserbecken zu nutzen.
Die Regionalministerin für den ökologischen Wandel, Mireia Mollà, hat sich für den Einsatz von aufbereitetem Wasser aus Kläranlagen in den Programmen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Waldbränden ausgesprochen.
Mollà unterstützte die optimale Nutzung der Ressource Wasser bei ihrem heutigen Besuch der ersten Wasserwerfer, die in Riba-roja im Rahmen des Projekts Guardian installiert wurden. Es handelt sich um ein wegweisendes Vorbeugungssystem, das dort ansetzt, wo Wald und Siedlungsraum im Naturpark Túria aufeinandertreffen.

Die zu 80 % von der Europäischen Union finanzierte Initiative soll die Widerstandsfähigkeit gegenüber Waldbränden durch eine Feuerschutzbarriere aus 40 Wasserwerfern verbessern, die mit aufbereitetem Wasser gespeist werden.
Die Ministerin betonte die „Kreislauforientierung“ des Vorhabens, das 80.000 m³ aufbereitetes Wasser einsetzt. „Dieses Pilotvorhaben ist unmittelbar mit dem Ziel verknüpft, 100 % des Abwassers wiederzuverwerten, und mit dem integrierten Wasserkreislauf, der die Wiederverwendung der Ressource Wasser ermöglicht.“
In diesem Fall stammt das Wasser aus der Kläranlage Camp de Túria II und wird zur Reinigung und Desinfektion in eine Wasseraufbereitungsanlage geleitet.
Mollà, die vom Generaldirektor für Brandvorbeugung, Diego Marín, und vom Geschäftsführer des öffentlichen Abwasserunternehmens (EPSAR), Juan Ángel Conca, begleitet wurde, stellte das Kooperationsprogramm beider Stellen vor, mit dem die Löschwasserbecken mit geklärtem und aufbereitetem Wasser befüllt werden sollen.
Diego Marín erläuterte, die Region „verfügt über 303 Wasserbecken, während die EPSAR 487 über das gesamte Gebiet verteilte Kläranlagen betreibt, deren gereinigtes Wasser zur Versorgung der Becken genutzt werden könnte“.
Die Comunitat Valenciana gehört im Bereich der Infrastruktur zur Wasserwiederverwendung zu den fortschrittlichsten Regionen: Sie verfügt über 45 Kläranlagen mit tertiärer oder weitergehender Behandlung, die Wasser in hoher Qualität liefern können.
EPSAR-Geschäftsführer Juan Ángel Conca würdigte die in Riba-roja eingesetzte Aufbereitungseinheit als Möglichkeit, die Behandlung in weiteren 114 Kläranlagen mit direkter Wiederverwendung zu vervollständigen.
Sowohl die Generaldirektion für Brandvorbeugung als auch die EPSAR arbeiten bereits an einer Karte der Becken und Anlagen. Zugleich sind die Gespräche mit der Flussgebietsbehörde (Confederación Hidrográfica) vorangeschritten, um festzustellen, welche Kläranlagen die für die Versorgung geforderten Kriterien erfüllen können.
Innovation im Dienst der Vorbeugung
Das Ministerium für den ökologischen Wandel hob das Bündnis der Gemeinden Riba-roja und Paterna mit der Universitat de València, der Universitat Politècnica de Valencia und den Unternehmen Hidraqua, Cetaqua und Medi XXI hervor, das „nachhaltige Spitzeninitiativen voranbringt, die als Modell für effiziente und wirksame Mechanismen der Brandbekämpfung dienen werden“.
In diesem Zusammenhang verwies das Regionalministerium auf die Entwicklung innovativer Projekte im Rahmen der Vorbeugungsstrategie Estratègia Mosaic, die Satellitenbilder und künstliche Intelligenz kombiniert, auf die Studie zur Bestimmung der Feuchte lebender Brennstoffe (die den Wassergehalt der Vegetation analysiert) sowie auf die Studie zur historischen Phänologie, mit der sich Verhalten und Heftigkeit eines Feuers vorhersagen lassen.
Eine übertragbare Lösung
GUARDIAN zeigt, dass aufbereitetes Wasser den Wald-Siedlungs-Grenzbereich schützen kann. Sprechen Sie uns an, wenn Sie das Konzept in Ihrer Gemeinde umsetzen möchten.