Nachricht · 1. April 2019
Das EU-Projekt GUARDIAN sichert die ökologische Zukunft von La Vallesa und des Naturparks Túria
Auf dem 2. Kreislaufwirtschaftstag wird GUARDIAN vorgestellt: SIDEINFO-Türme mit aufbereitetem Wasser und grüne Barrieren gegen Feuer in La Vallesa.

Fachleute und Politiker diskutieren auf dem 2. Kreislaufwirtschaftstag über die Herausforderungen des Umweltschutzes und des Kampfes gegen den Klimawandel.
Das Projekt GUARDIAN schlägt den Bau eines wassertechnischen Systems aus Türmen vor, die mit Beregnern zur Bewässerung mit aufbereitetem Abwasser bestückt sind – das System SIDEINFO –, sowie die Anlage grüner Barrieren aus besonders feuerresistenten Arten.
Das innovative Projekt wurde am 10. Oktober in Brüssel im Rahmen der dritten Ausschreibung der Initiative Urban Innovative Actions (UIA, Innovative Maßnahmen für eine nachhaltige Stadtentwicklung) der Europäischen Union ausgezeichnet. Diese Initiative der Europäischen Union soll die Umsetzung neuer Lösungen für die städtischen Herausforderungen erleichtern, vor denen wir stehen. Das Projekt bewarb sich gemeinsam mit 43 weiteren Projekten aus den Partnerländern in der Kategorie Klimawandel, in der Riba-roja zusammen mit Großstädten wie Amsterdam, Paris, Barcelona, Manchester und Sevilla in die engere Wahl kam.



Das Projekt Guardian erhält eine Förderung von 4,4 Mio. € aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union. Diese Mittel decken nahezu die gesamten 5,5 Mio. € ab, die das Projekt in den kommenden drei Jahren kostet; den Rest der Finanzierung tragen die privaten Partner, die an seiner Entwicklung beteiligt sind.
Dies war das zentrale Thema einer Sitzung des 2. Kreislaufwirtschaftstags, den die Stadtverwaltung Riba-roja de Túria in La Vallesa de Mandor ausrichtete. Beteiligt waren Hidraqua, die Stadtverwaltung Paterna und die übrigen Projektpartner: Cetaqua, Medi XXI, der Parc Natural del Túria, die Universitat Politècnica de València (IIAMA) und die Universitat de València (Forschungsgruppe Wasserökonomie).
Am ersten Fachpodium nahmen teil: Massimo Marras, Geschäftsführer von Hidraqua, der das Projekt ausführlich vorstellte, Marina Arnaldos, Leiterin des Bereichs Wasserressourcen bei Cetaqua, Lidia Puchol vom Umweltingenieurbüro Medi XXI, Antonio Ballester, Direktor des Naturparks Túria, Guillermo Gordo, Umweltfachmann der Stadtverwaltung Paterna, Antonio José Morales, Fachmann von EcoRiba, sowie Vicent Hernández von der Forschungsgruppe Wasserökonomie, die zusammen mit dem Institut für Wasser- und Umwelttechnik den Kreis der Projektpartner schließt.
Ebenfalls anwesend waren die Bürgermeister von Riba-roja de Túria und Paterna, Robert Raga bzw. Juan Antonio Sagredo, der Leiter für Initiativen des Prorektorats für regionale Ausstrahlung, Ángel Morales, der Generaldirektor für Umweltqualität der Generalitat Valenciana, Joan Piquer, und der Generaldirektor der Agentur für Sicherheit und Notfallmanagement, José María Ángel. Er betonte: „Das Zusammenspiel neuer Technologien im Dienste von Initiativen wie Guardian wird dazu beitragen, die Folgen von Bränden so gering wie möglich zu halten.“
Der Bürgermeister von Riba-roja de Túria, Robert Raga, erklärte seinerseits: „Wir tragen eine große Verantwortung dafür, den Schutz und die Nachhaltigkeit unserer Umgebung miteinander zu verbinden – mit Initiativen wie Guardian, die sich perfekt in unser Umweltprojekt EcoRiba einfügen, und mit dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger in den Wohngebieten, die an unsere Gemeinde grenzen.“
Der Bürgermeister von Paterna, Juan Antonio Sagredo, sagte: „Das Engagement und die Beteiligung der öffentlichen Verwaltungen am Umweltschutz durch innovative Projekte mit Forschung, Entwicklung und Innovation sowie die Bürgerbeteiligung sind grundlegend, um nachhaltige Lebensräume und Städte zu schaffen.“
Schließlich hob Massimo Marras, Geschäftsführer von Hidraqua, hervor: „Die in dem Gebiet vorgesehene Bewässerung wird auf der Grundlage von Messdaten gesteuert, die ein Sensornetz vor Ort erhebt. So wird nur das tatsächlich benötigte Wasser ausgebracht – ein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit und zur effizienten Nutzung dieser Ressource.“
Maßnahmen
Nach einer Anfangsphase, die am 1. November begann, umfassen die nun umzusetzenden Maßnahmen eine Anlage zur weitergehenden Behandlung eines Teils des Abwassers, das in der Kläranlage EDAR Camp de Túria II gereinigt wird. Sie soll neu auftretende Schadstoffe entfernen, damit das aufbereitete Wasser wiederverwendet werden kann.
Hinzu kommen Planung und Bau der erforderlichen wassertechnischen Infrastruktur (Speicherbecken, Leitungsnetze, Pumpstationen …), die das wassertechnische System zur Brandvorbeugung speisen wird. Außerdem werden grüne Barrieren aus besonders feuerresistenten Arten angelegt, die das Vorrücken einer Feuerfront verlangsamen sollen, falls es zu einem Brand kommt. Ferner werden Vorrichtungen installiert, die eine gesteuerte Bewässerung auf der Grundlage von Messdaten eines Sensornetzes vor Ort ermöglichen, sodass nur das unbedingt notwendige Wasser ausgebracht wird, um ein unkontrolliertes Wachstum der Vegetation zu vermeiden.
Das Projekt umfasst zudem Maßnahmen zur Instandsetzung des Teichs von La Vallesa, Forstarbeiten, die Waldüberwachung sowie die Sanierung und Modernisierung des Brandwachturms von La Vallesa.
Vorgesehen sind außerdem Kommunikationsmaßnahmen und Schulungen zur Brandvorbeugung für die Bevölkerung im Wald-Siedlungs-Grenzbereich, eine sozioökonomische Analyse der Gesamtwirkung des Projekts sowie eine Untersuchung der Übertragbarkeit des Projekts GUARDIAN auf andere städtische Räume.
Eine übertragbare Lösung
GUARDIAN zeigt, dass aufbereitetes Wasser den Wald-Siedlungs-Grenzbereich schützen kann. Sprechen Sie uns an, wenn Sie das Konzept in Ihrer Gemeinde umsetzen möchten.